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Heiße Radwege

Hitze melden. Cool radeln. - Eine Mitmachaktion der KLAR! am Rhein

In Österreich steigen die Temperaturen schneller als im globalen Durchschnitt. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche jährliche Lufttemperatur 3,1 °C über dem vorindustriellen Niveau (1850–1900). Mit zunehmender Erwärmung erhöht sich die Zahl der Hitzetage, was sich auch auf die Nutzung und Qualität von Infrastrukturen wie Radwegen auswirkt.

Die KLAR! am Rhein – bestehend aus den Gemeinden Altach, Fußach, Gaißau, Götzis, Höchst, Hohenems, Koblach und Mäder – startet mit der Mitmachaktion „Heiße Radwege“ eine systematische Erhebung der sommerlichen Hitzebelastung im regionalen Radwegenetz. Ziel ist es, festzustellen, welche Abschnitte sich im Sommer stark aufheizen oder vergleichsweise kühl bleiben, um darauf aufbauend geeignete Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln.

Die Datenerhebung kombiniert GIS-Analysen, wobei hierbei die modellgestützten Klimaanalyse der AGGLO Hitzekarten zum Einsatz kommen, die Einbindung kommunaler Fachkenntnisse aus den Gemeinden sowie die Beteiligung der Bevölkerung über eine interaktive Online-Karte. Dort können Nutzer:innen Streckenabschnitte markieren, sie mittels Sternvergabe bewerten, Fotos hochladen und kurze Kommentare abgeben. Die so gewonnenen Informationen werden ausgewertet und fließen in eine To-do-Liste für die Gemeinden ein.

Eine an den Klimawandel angepasste Radinfrastruktur trägt dazu bei, Radfahren auch bei zunehmender Hitze attraktiv zu halten – und damit als umweltfreundliches Fortbewegungsmittel der Zukunft langfristig zu sichern.

Mitmachen ist einfach: Hier können, den ganzen Sommer über, Beobachtungen eingetragen werden. Jede Rückmeldung unterstützt die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Radinfrastruktur in der Region.