Home » Neuigkeiten »
Abkühlung für Alle
Öffentliche Räume kühlen und sensible Gruppen vor Hitze schützen
Der Klimawandel führt zu einer Erhöhung extremer Hitzetage, wodurch sich die gesundheitlichen Risiken für vulnerable Personengruppen erhöhen. Vor allem in stark versiegelten und dicht bebauten Gebieten kommt es an Hitzetagen zu besonders
hohem Hitzestress. Im Zuge des Agglomerationsprogramms Rheintal 5. Generation wurden Klimaanalysekarten mit dazugehörigen Planungshinweiskarten erarbeitet. Diese stehen seit Februar 2024 zur Verfügung. Dabei wurden die Siedlungsflächen
bioklimatisch bewertet. Besonders von Hitzestress betroffene Flächen können somit verortet werden. Im Zuge der Maßnahme der KLAR! am Rhein wurden diese, besonders von Hitzestress betroffenen Flächen welche öffentlich sind
und besonders häufig von vulnerablen Gruppen oder Jugendlichen frequentiert werden (Kindergärten, Seniorenheime, Schulen, Spielplätze, stark verdichtete Siedlungsräume mit einkommensschwachen Bewohner:innen etc.) identifiziert und in Hitzekarten ausgewiesen.
Ein Beispiel aus der Umsetzung
Im Jahr 2025 nahm die Gemeinde Mäder an einer Beratung zur Begrünung von Gebäuden, durch die KLAR! am Rhein, im Ortszentrum teil. Ziel war es, Möglichkeiten zu finden, wie durch gezielte Maßnahmen das Mikroklima verbessert und der Hitze in der Volksschule begegnet werden kann.
Aufbauend darauf wurde ein Begrünungskonzept entwickelt, dessen erste Maßnahmen im März 2026 mit Unterstützung der KLAR! am Rhein umgesetzt wurden.
Dabei war nicht nur der Bauhof der Gemeinde im Einsatz, auch die 4a Klasse der Volksschule Mäder durfte aktiv mithelfen. Gemeinsam mit dem Mäderer Bürgermeister Daniel Schuster erhielten die Schüler zunächst eine kurze Einführung zu den verwendeten Pflanzen und deren Wirkung auf das Klima. Anschließend durften sie selbst mit anpacken.
Mit großer Begeisterung wurde gegraben und gemeinsam gearbeitet. Besonders beeindruckend war für die Kinder der Umgang mit den bereits größeren und entsprechend schweren Bäumen, die sie mit vereinten Kräften an ihren Platz brachten.
Vor der Glasfassade der Schule wurden Birken gepflanzt. Im Umfeld des Schulzentrums ergänzen Wilder Wein, Zitterpappeln, ein Spitzahorn sowie mehrere Felsenbirnen die neue Begrünung. Diese sollen künftig für Schatten sorgen und so die Umgebung ganz ohne zusätzlichen Energieverbrauch kühlen sowie gleichzeitig einen Beitrag zur Biodiversität leisten.
Die Aktion zeigt, wie Maßnahmen aus der Planung konkret und gemeinsam umgesetzt werden können. Mit Projekten wie diesem setzt Mäder einen weiteren Schritt in Richtung klimafitte Gemeinde.
